Aktuelles vom Tanzsport
Doppel-Gold statt Marzipan aus Lübeck für Michael Albrecht

Bei den gemeinsamen Landesmeisterschaften (kurz: GLM) der 'Nordländer' Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein im Solotanz am 20.09.2026 war auch Michael Albrecht von der TSA des MTV Wolfenbüttel im Einsatz. In gleich zwei Altersklassen, den Senioren III S und den Senioren IV S trat Michael an, mit überragendem Erfolg.
Bereits bei den Senioren III S setzte er sich mit allen '1-en' in den Tänzen vor Daniela Streit von der TSA d. TV Eiche Horn 1899 und Kai Speckmann von der TSA d. TV Jahn Delmenhorst von 1909 an die Spitze.
Es wurde bereits berichtet, in dieser noch jungen Disziplin des Solo-Tanzes treten im Senioren-Bereich Damen und Herren in einem gemeinsamen Wettstreit gegeneinander an.
Dieser Sieg war die Basis, auch in der älteren Seniorenklasse IV S ein sehr gutes Ergebnis einzufahren, bzw. einzutanzen. Auch hier konnte Michael mit allen Einsen aller Wertungsrichter in allen Tänzen den Sieg für sich verbuchen. Werner Schlamm-Dedekind vom Tanz Sport Club in Hannover auf dem souveränen zweiten Platz, und Hans-Jürgen Appel vom TTC Gelb-Weiß i. Post-SV Hannover auf dem Bronzerang reihten sich entsprechend ein.
Ganz ohne das über Lübeck hinaus berühmte Marzipan ging es dennoch nicht aus - die Podiumsplätze bekamen natürlich zu den Medaillen eine Auswahl dieser Spezialität in die Hand.
Das sind für Michael Albrecht die besten Voraussetzungen für die am 04.10.2026 in Wiesbaden stattfindenden Deutschen Meisterschaften in den beiden Altersklassen, auch dort die vorderen und vordersten Plätze anzupeilen.
Holm – die Ostsee tanzte: Erfolgreiches Wochenende für das Team des MTV Wolfenbüttel
Schönberg / Holm.
Seit über 60 Jahren sind die Traditionstanzturniere in Schönberg an der Ostsee zu Ostern und Ende August ein fester Treffpunkt für Standard- und Lateintänzer aller Alters- und Leistungsklassen. Ende August gab es beim dreitägigen Turnierreigen eine Neuerung: Neben den klassischen Paarwettbewerben wurden erstmals auch Solo-Turniere ausgetauscht. Für die Tanzsportabteilung (TSA) des MTV Wolfenbüttel gingen Michael Albrecht im Solotanz sowie das Paar Gudrun Barth und Torsten Baumann im Paartanz an den Start – und kehrten mit beachtlichen Erfolgen zurück.
Sieg und knapper zweiter Platz im Solotanz
Michael Albrecht stellte sich der Konkurrenz in den Klassen Senioren III und IV S. Da in den Solo-Wettbewerben Damen und Herren gemeinsam gewertet werden, erwies sich seine langjährige Trainer-Erfahrung als entscheidender Vorteil. In der Klasse Senioren IV S dominierte Albrecht das Feld von Beginn an: Mit allen Bestnoten in sämtlichen fünf Tänzen sicherte er sich souverän den Turniersieg vor Wolfgang Lukas (TSG Creativ Norderstedt) und Armin Scholz-Behlau (TSG Leverkusen).
Anschließend trat Albrecht bei den jüngeren Senioren III S an. In einem hochklassigen Wettbewerb entwickelte sich vom Langsamen Walzer bis zum Quickstep ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit Stephan Frank (TC Rot-Weiß Casino Mainz). Oft gaben nur einzelne Wertungsrichter-Stimmen den Ausschlag. Am Ende belegte Michael Albrecht einen hervorragenden zweiten Platz knapp hinter Frank und vor Daniela Streit (TSA d. TV Eiche Horn 1899).
Silberrang im Paartanz nach nächtlichem Finale
Erst zu späten Stunde griffen Gudrun Barth und Torsten Baumann in der Klasse Senioren III S in das Geschehen ein. Bei einem straffen Zeitplan startete ihre erste Runde am Samstagabend um 22:15 Uhr, das Finale endete kurz vor Mitternacht. Die Zielsetzung des Paares war klar definiert: Hinter dem favorisierten Hamburger Paar Christine Jäger-Eberhardt und Norbert Jäger (TSG Creativ Hamburg) sollte der Silberrang erreicht werden.
Dies setzten Barth und Baumann konsequent um. Im Finale überzeugten sie im Langsamen Walzer, Tango und Slow Foxtrott jeweils mit klaren zweiten Plätzen. Trotz kleinerer Punktabzüge im Wiener Walzer und Quickstep reichte der Vorsprung in der Gesamtwertung sicher aus, um den zweiten Platz auf dem Podium zu sichern.
Mit den errungenen Podestplätzen und wertvollen Erkenntnissen für die kommenden Aufgaben fiel das Fazit der Wolfenbütteler Tanzsportler durchweg positiv aus.
Alles in allem ein für den MTV Wolfenbüttel gelungenes Tanzsportwochenende bei frischer Ostseeluft vom nahen Strand.
Treppchenplatz bei den Baltic Open Senior für den MTV Wolfenbüttel
Zeitgleich zur Eröffnung der Kieler Woche 2026 fanden am 20.06. Und 21.06.2026 die Baltic Open Senior in Rendsburg statt.
Statt Hafen und Schiffen gab es einen hervorragend vorbereiteten Saal im 'Alten Arsenal' sowie einen Eintanzsaal direkt gegenüber.
Bei über 60 Turnieren der Seniorenklassen I - V gab es auch zwei Turniere für Senioren III S Standard, bei denen Gudrun Barth und Torsten Baumann von der TSA des MTV Wolfenbüttel antraten. Nach einiger Wettkampfpause bei 'kleineren' Turnieren war das hochsommerliche Rendsburg für die beiden ein gutes Pflaster. Am Samstag hatten sie sich vorgenommen, von Anfang an 'on' zu sein, um die Wertungsrichter gleich vom ersten Tanz an zu überzeugen.
Die Vorrunde kam insgesamt gut an, es gab keine großen Schwächen, und so ging es in die Endrunde. Mit dreimal auf Platz vier gewertet, zweimal auf Rang 5 war es ein vierter Platz, der den ersten Tag zufriedenstellend abschloss. Es gab auch Dreien, aber eben zu wenige. Bei Sieg des auch international sehr erfolgreichen Paares Christine Jäger-Eberhardt und Norbert Jäger vom TSG Creativ Hamburg waren sie mit dem ersten Tag vollauf zufrieden.
Am zweiten Tag gelang es noch besser, das Wertungsgericht überzeugen, und mit 24 von 25 möglichen Kreuzen zogen sie souverän in die Endrunde ein. Der Langsame Walzer zeigte ein breites Spektrum an Wertungen, doch war es der dritte Platz, der mit-genommen wurde. Im Tango trafen sich Tanzgefühl und Wertung: klarer Rang 2 in diesem Tanz. Im Wiener Walzer war es nur eine Wertung, die sie auf Platz drei schickte, und so war es auch im SlowFox. Ähnlich knapp war der Quickstepp, bei dem der dritte Rang aber ebenso sicher ertanzt wurde. Das ergab in der Endabrechnung den Bronzerang, über den die Beiden sich sehr freuten.
Der Sieg ging verdient mit allen Einsen an Barbara und Tilo Kornak vom Club Saltatio Hamburg vor den Zweitplatzierten Katharina und Alexander Suppes von der TSA im TSV Altenholz.
Eine gelungene Veranstaltung, die die Beiden sicher auch im nächsten Jahr sieht, denn Organisation und die Anfeuerung durch das Publikum waren klarer Ansporn, sich noch besser zu präsentieren.
Ein Solo für ... - Tanzsport mit neuem Turnierinhalt

Im Rahmen der Sommerpokalturniere 2026 der beiden Vereine TSG Creativ Hamburg e.V. und TSG Creativ Norderstedt e.V. fanden am 14.05.2026 dort auch erstmalig Solo-Turniere für Senioren statt.
Die noch eher junge Sparte der Solo-Turniere ist zwar schon bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen etabliert, jedoch eher neu für Senioren-Tänzerinnen und -Tänzer. Fällt z.B. wegen Verletzung ein Tanzpartner weg, kann nun der andere Partner auch im Solotanz sich weiter am Turniergeschehen beteiligen.
Für den langjährigen Trainer der Tanzsportsparte des MTV Wolfenbüttel, Michael Albrecht, war dies Möglichkeit und Versuch, sich eben in diesen Solo-Turnieren zu versuchen. Erst vor kurzem waren er und seine Tanzpartnerin Bettina Fuhrmann zur TSA gewechselt, und so trat Michael sein erstes Turnier für Wolfenbüttel eben in Norderstedt an. Zunächst startet er in seiner Altersgruppe der Senioren IV Standard. Dort wagten sich fünf Herren im Solo auf das Parkett.
Bei dieser Teilnehmerzahl wird i.d.R. eine kurze Sichtungsrunde zum Warmtanzen ausgetragen, und dann geht es schon in die Finalrunde.
Vom ersten Tanz an stellte Miachael die Weichen für einen Erfolg. Mit vier von fünf Einsen im Langsamen Walzer gelang der Einstieg 'Solo'. Im Tango folgten fünf Einsen, lediglich im Wiener Walzer konnten im die Mitstreiter noch zwei Einsen 'abluchsen'. Im Slowfox und Quickstepp zeigte sich seine Klasse, die er auch im Paartanz mit Bettina auf das Parkett bringt: alle Einsen landeten bei ihm. Damit war schlussendlich jeder Tanz gewonnen, und ein erster Platz im ersten Solo-Turnier seiner Karriere der Lohn vor Wolfgang Lukas von der Tanzsportgemeinschaft Creativ Norderstedt und Werner Schlamm Dedekind vom Tanz-Sport-Club in Hannover.
Doch damit nicht genug für Michael. Er startete noch bei der jüngeren Starterklasse der Senioren III Standard, und auch dort lieferte er eine überzeugende Vorstellung an. Mit fast allen Einsen, bis auf einer Zwei im Wiener Walzer und allen gewonnen Tänzen stieg er auch vor der Zweitplatzierten Daniela Streit von der TSA des TV Eicher Horn 1899 und wiederum Wolfgang Lukas von der Tanzsportgemeinschaft Creativ Norderstedt auf den höchsten Platz des Siegertreppchens.
Moment, mag hier gefragt werden: vor der Zweitplatzierten? Und das ist eine Besonderheit der Soloturniere im Seniorenbereich: Damen und Herren treten hier gemeinsam gegeneinander an. Was beim ersten Lesen ungewöhnlich klingt, Soloturniere, dann noch gemischt, ist eine neue Richtung im Tanzsport, um auch für Tanzsportlerinnen und -sportler länger ein Turniererlebnis zu ermöglichen.
Sehr gutes Ergebnis bei 'Hessen tanzt'

Alicia und Matthias Konrath von der TSA des MTV Wolfenbüttel hatten sich beim Turnier der Hauptgruppe A Standard bei'Hessen tanzt' einiges vorgenommen. Das in der Frankfurter Eissporthalle teilweise auf sechs Flächen gleichzeitig ausgerichtete Multiturnier ist nahezu fix in einem Turnierkalender eines Jahres eingetragen.
Mit teilweise neuen Folgen und hartem Training wollten die Beiden mindestens das Halbfinale dieses wichtigen Turniers erreichen. Bereits in der Vorrunde der 44 angetretenen Paare zeigten sie klar, wie weit sie kommen wollten. Mit starken 'Kreuzen' im Langsamen Walzer und im Tango war es ein Hauch weniger im Wiener Walzer, aber SlowFox und Foxtrott überzeugte das Wertungsgericht fast komplett.
In der ersten Zwischenrunde bzw. im Viertelfinale blieben sie auf diesem hohen Niveau und waren in allen Tänzen in den Augen der WertungsrichterInnen und nahezu gleich gut. Langsamer Walzer überzeugte einen Schlag mehr, der Quickstepp einen Schlag weniger. Dennoch war es sicher das Erreichen des Halbfinales und damit auch ihres gesteckten Ziels, was sie weiter beflügelte.
Im Halbfinale mit 13 Paaren fanden die Zuschauer die Beiden weiterhin in bester Verfassung und Tanzlaune, und so war es dann der 11. Platz, den sie erringen konnten. Eine überzeugende Leistung in allen Tänzen, keine Schwächen, die gezeigte Tanzfreude nach außen - all das ließ sie zufrieden aus der Hessen-Metropole zurückfahren.
Dieses Turnier ist immer eine Nagelprobe für kommende Veranstaltungen, für die Alicia und Matthias bestens gerüstet sind.



